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Jens Rudolph blogt
28. August 2010 | Stop Loss - Adieu Laguna
An der Börse nennt man es stop loss - eine Regel, die den Verkauf einer difizitären Aktie auslöst bevor noch mehr Verluste gemacht werden. Diesen Punkt hat im Monat August 2010 mein geliebter Renault Laguna Grand Tour in der Initiale Edition erreicht. Auch wenn mir der schick gelöste Tempomat, die getrennt regelbare Klimaautomatik, das fernbedienbare Autoradio, die
ergonomisch ausgeformte Lederbestuhlung, die automatisch verdunkelnden Rückspiegel, Reifendrücküberwachung, Frontscheibenheizung, die vielen 12V-Steckdosen, der Regensensor für die Scheibenwischerzuschaltung, das helle Xenon-Licht und auch der sprechende Bordcomputer (meine Helga) fehlen wird - die Reparaturkosten (siehe hier) lassen den wirtschaftlichen Betrieb des Renaultzeros nicht länger zu. Denn nachdem ich in diesem Jahr bereits 2500 Euro in Intstantsetzungen diverser Art investierte und im Juni sogar noch einmal einen neuen TÜV bekam, meint Helga nun schon wieder penetrant Einspritzanlage defekt - Renaultwerkstatt aufsuchen. Das an sich könnte man ja eigentlich ignorieren, wenn das 1,5 Tonnen schwere Schmuckstück nicht gleichzeitig noch wie ein 40 Tonner mit Käfermotor beschleunigen würde und dabei Abgase absondert, die nur als Grobstaub bezeichnet werden können.
Von diesem (relativ) großen Auto mit großen Rädern, großen Bremsen und dementsprechend großen Reparaturkosten haben wir uns nun verabschiedet und werden in ein weniger schickes aber vielmehr vernünftiges Fahrzeug für die junge Familie (so die Werbung) investieren. Namentlich ist es ein Skoda - und zwar ein Roomster. Das bömische Gefährt basiert auf dem Fabia bzw. der
Konzernplattform Polo, wird momentan mit aufgeladenen 1.2 Liter Luftpumpenmotoren ausgeliefert und erreicht in der auserkorenen Ausbaustufe 86 Pferdestärken. Zudem will ich die aus dem Renault lieb gewonnene Geschwindigkeitsregelanlage nicht missen, nehme eine Klimaautomatik dazu sowie die Einparkhilfe - außerdem noch die Extras aus der Style Plus Edition, was sich in den zusätzlichen Ablagefächern und vielfältig einstell- und ausbaubaren Rücksitzen niederschlägt. Ansonsten ist der Tscheche kein Emotionen auslösendes Stück Technik - die Sitze und das Fahrwerk sind nach meinem französischen Weichkäse etwas härter und vor allem fehlt mir ein wenig Seitenhalt im Chefsessel.
Ansonsten gehe ich davon aus mit dem neuen Mobil keine schlechte Wahl getroffen zu haben - der Kofferraum ist für diese Klasse riesig (auch wenn es leider eine Ladekante gibt). Und vor allem und nicht zuletzt ist der Fond für unsere Kurze sehr kurzweilig. Der mittlere Sitz birgt (wie im Laguna) ein Tischchen, die Beine haben viel Platz und (nicht wie im Laguna) die Fenster sind sehr tief nach unten gezogen und erlauben damit unserer noch kurz-im-Wuchs-igen Tochter endlich einen weiten Ausbick auf die Umwelt.
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Zu diesem Thema wurden bereits diese Kommentare abgegeben:
29.08.2010 | 23:23:33 | Eintrag Nummer 1
na dann herzlichen glückwunsch zum neuen fahrbaren untersatz :) .. und einen guten start in die neue woche .. viele grüße ..