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Jens Rudolph blogt
31. August 2009 | Apfelkompott
Da uns die gärtnerische Gestaltung über den bis vor Kurzem noch unter Großelterlicher Kontrolle stehenden Garten obliegt, habe ich das Jahr 2009 auch dazu genutzt die Unmengen an Nutz- und Zierpflanzen zurück zu bauen. Als es mich packte, habe ich so zum Beispiel das (sogenannte) Kräuterbeet mit dem Rasenmäher vernichtet, was eine herrlich intensive Geruchsmischung von Zitronenmelisse bis Liebstöckl (Maggikraut) aussendete. Außerdem habe ich den ungehemmt wuchernden Blumenwildwuchs mit dem Spaten bekämpft und danach wieder mit Grassamen aufgeforstet. Dass bei diesen Erdarbeiten leider auch immer wieder umwelttechnische Sünden meiner Großeltern zu Tage treten ist eine andere Geschichte...
Um aber endlich auf den Punkt zu kommen: neben verschiedenen Gartenbaustellen habe ich auch drei Obstbäume übernommen, von denen einer besonders große aber nicht besonders wohlschmeckende Äpfel produziert (dem Menschen, nicht den Apfelbewohnern). Und in diesem Jahr sind es auch noch ganz besonders viele Äpfel. Und was dem Baum zuviel ist, wirft er nun schon seit Wochen ab - erst zwei bis drei Eimer pro Woche, nun drei bis vier. Nun könnte man dieses viele Obst auf den Komposthaufen schütten (was ich angesichts der fortgeschrittenen Fäule zu einem Gutteil mache), die Früchte zum Versaften schaffen (diese Option halte ich mir für meinen nahen Urlaub offen) oder eben zu Apfelmus verkochen. Da ich persönlich aber ein Kompott dem durch ein Sieb passierten Brei vorziehe, habe ich nun eben jenes das erste mal
in meinem Leben zubereitet. Ich habe die Äpfel in Stückchen zerschnitten und sofort in einen Topf mit Wasser und Zitronensaft gegeben. Der Topf war etwa so mit Flüssigkeit gefüllt, dass die Apfelstückchen zumindest einmal mit der Säure in Kontakt getreten sind, damit sie nicht bräunlich werden. Nun reicht es das Gemisch einmal kurz aufkochen zu lassen - schon sind die meisten Bestandtweile zerfallen. Mir war es dann schon zu breiig, weshalb ich nun noch einmal ein paar frische Apfelteile dazu gab um auch ein paar festere Bestandteile im Kompott zu haben, der den Namen Kompott rechtfertigt.
Das ganze musste ich dann noch mit etwas Zucker versetzen, denn sonst wäre das selbsgemachte Lebensmittel zu sauer und wenig schmackhaft. Und nur so kann ich meine neun Monate alte Tochter überzeugen auch mal einen feinen Nachmittagsbrei vom Papa zu konsumieren.
Alles in Allem hat das Experiment Apfelkompott so gut geklappt, dass ich (wir haben ja genug Äpfel) das Ganze noch ein paar Mal wiederholen möchte - und zwar mit dem Plan mich demnächst an selbstgebastelten Kartoffelpuffern zu versuchen, damit ein feines Mittagsmahl für die Familie entsteht. Und weil es so viele Äpfel sind, muss ich mir dann wohl noch das Rezept meiner Zschachwitzer Oma für ihre Quarkkeulchen besorgen.
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Zu diesem Thema wurden bereits diese Kommentare abgegeben:
31.08.2009 | 22:40:11 | Eintrag Nummer 1
ja, das gute alte rezept der leckeren quarkkeulchen von der zschachwitzer omi .. wie oft habe ich sie schon danach gefragt ;) ich kann dir die antwort schon nennen .. "aber ich hab doch kein rezept, ich hab das im kopf und mach das einfach immer so" .. ich kann dir aber das rezept aus dem guten DDR-Kochbuch, welches sicher auch in eurem haushalt zu finden ist, empfehlen ;) viel erfolg ;)