Du willst mehr über die Person wissen, die diese Seite verzapft hat? Dann schaue in den
Lebenslauf.
Werbung
Werbung
Jens Rudolph blogt
04. April 2009 | Die der das Poken
Das Internet bringt immer wieder wunderliche Phänomene hervor - und diese nicht nur im virtuellen
Raum und eingesperrt in einem Computer (oder Mobiltelefon), sondern immer mehr in Hardware
gepresst, die nur für diesen einen (Selbst)Zweck gemacht wurde - und der ist nicht immer gleich
ersichtlich. Vor einigen Monaten bin ich so zum Beispiel auf den oder das
Nabaztag
gestoßen. Das ist ein kleiner bunt blinkender Hase, der via WLAN ins Heimnetzwerk und mit dem
Internet verbunden den Wetterbericht vorlesen, neue E-Mails signalisieren, Podcasts vorspielen und
mit den Ohren wackeln kann. Im Großen und Ganzen also ein Spielzeig nur für Geeks, alle anderen
werden sicher nur den Kopf schütteln.
Diese Woche nun bin ich auf ein Gerät aufmerksam geworden, welches auf den ersten
Blick noch nutzloser erscheint und für eine noch speziellere Benutzergruppe konzipiert wurde.
Es handelt sich um den, die oder das
Poken. Auch dieses Spielzeug
besitzt die Form eines kleinen Tieres oder Männleins und zeichnet sich vor allem durch eine etwas
überdimensionierte Hand aus. Es will dir also alle Fünf geben - und darum geht es im Grunde. Es
sendet nämlich über seine Infrarotschnittstelle darin hinterlegte Daten an ein anderes Gerät der
selben Gattung. Gedacht ist dies für Web2.0 Nutzer - also (Micro)Blogger (Stichwort Twitter), Facebooker,
und andere mitteilungsfreudige Zeitgenossen, die ihre Verbindungsdaten so unter Gleichgesinnten
austauchen wollen ohne - wenn sie sich im "real life" treffen - zu Stift o.ä. greifen zu müssen.
Man lässt diesen Task einfach von den Männlein ausführen und schon kennt das Gegenüber sämtliche
im Spielzeug hinterlegten Daten, zum Beispiel die
Twitter-ID.
Da es dem kleinen Poken an Tastatur und/oder Display mangelt, muss es daheim ausgelesen
bzw. mit den Daten bestückt werden, die man feilbieten möchte. Dazu reißt man ihm den Arm vom
Rumpf und appliziert den zum Vorschein kommende USB-Stecker ins weibliche Pedant des heimischen
Rechners.
Dieses Tool startete seinen Feldzug aus der Schweiz heraus und macht sich nun daran Europa
von seiner Nützlichkeit zu überzeugen. Verglichen mit anderen elektonischen Gadgets ist der
Preis von 20 Euro noch relativ erschwinglich - ob es seinen Preis wert ist wird aber von der
Marktakzeptanz abhängen. Das Konzept erinnert dabei deutlich an den Datenaustausch zwischen
Mobiltelefonen, die via Infrarot (mittlerweile in der Regel Bluetooth) untereinandere Einträge
aus den jeweiligen Telefonbüchern austauschen können. Und ich für meinen Teil halte auch das Handy
für die durchsetzungsfähigere Maschine, auch in Sachen Web2.0-Datenweitergabe. Hier muss dann noch nicht
einmal eine neue Software erfunden werden. Das könnte auch eine schon für Durchschnittsmobiltelefone
verfügbare 2D-Barcodes-Software für die in der Regel eingebaute Digitalkamera bewerkstelligen.
Zum Thema Barcode hatte ich bereits hier geschrieben. Und wer es noch nicht bemerkt hat: dieser
Weblog hier bietet für jeden einzelnen Eintrag auch ein passendes Bild zum Abfotografieren an (einfach
auf das keine Symbol
in der Titelzeile klicken).
Bitte trage hier deinen Kommentar ein.
*) Pflichtfelder
Zu diesem Thema wurden bereits diese Kommentare abgegeben:
05.04.2009 | 17:37:06 | Eintrag Nummer 1
Ich weiß bei wem der kleine, bunt blinkende und internetfähige Nabaztag Hase ein gemütliches Zuhause finden würde :) Aber ich sage jetzt nicht, dass es die Stephie ist :-P