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Jens Rudolph blogt
15. März 2009 | Ein neues Mobiltelefon
Seit der Anschaffung meines Nokia E61i
ist schon wieder ein Jahr vergangen. Und auch wenn es das bisher ausgereifteste Gerät ist
und noch lange nicht zum alten Eisen gehört, wäre ich nicht der Jens, wenn ich mich
mittlerweile nicht schon ernsthafter nach einem adäquaten Nachfolger umschauen würde.
In die engere Auswahl kommen im Übrigen nur Modelle mit QWERTZ-Tastatur die außerdem - und
hier bin ich nun schon im Vorfeld hellhörig -
Copy&Paste
beherrschen (nicht, dass ich wieder auf ein Windows Mobile Smartphone
hereinfalle.
Ein iPhone kommt somit schon aus diesen beiden Gründen nicht in Frage, ganz abgesehen von
der fehlenden Multitaskingfähigkeit und der fragwürdigen Rechtepolitik der Apfelfirma
(was aber ein anderes Thema ist).
Da ich seit den Urzeiten des mobilen Internets in Deutschland (Stichwort i-mode(TM)) mit dem
damaligen GDDA-Webmaster und heutigen Direktor des Wuppertaler
Atomlabors
in Kontakt stehe und von ihm weiß, dass er ein
Android G1
mit einer Nicht-T-Mobile-SIM betreibt, stellte ich ihm zunächst ein paar Fragen, die mir die
offiziellen Werbevideos und Fan-Beiträge im Internet nicht bzw. nicht mit endgültiger Sicherheit
beantworten konnten. Offensichtlich lassen sich viele nicht in der Firmware bedachten Features
mehr oder weniger gekonnt durch Apps
nachinstallieren bzw. - die mir (wahrscheinlich) störend vorkommende Zwangs-WLAN-Trennung
verhindern. Nur auf einen SIP-Client würde ich nur sehr ungern verzichten - habe ich mich doch
daran gewöhnt mit meinem Nokia immer und überall ohne manuelles Zutun über meine
Sipgate Festnetznummer
erreichbar zu sein, sobald ein vorher deviniertes WLAN auftaucht.
Auch wenn dieser letzte Punkt irgendwann einmal gut mit einer zusätzlichen Applikation
(z.B. via Fring o.ä.)
nachgeliefert werden wird bleibt ein großes oder besser gigantisches Problem und macht das
erste Google-Telefon für meine Ansprüche fast unbenutzbar: Das T-Mobile G1 genannte
HTC Dream hat in dieser Form einen viel zu schwachbrüstigen Akkumulator und
versagt so schon nach einem halben Tag normaler Nutzung seinen Dienst. Zwar kann es
herstellertypisch an jedem USB-Port geladen werden - aber wo bekommt man den z.B. bei
einer Wanderung (Geocaching-Tour) her, bei der das Handy als
GPS-Logger dient?
Bei einem kurzen Praxistest in einem T-Punkt konnte das brilliante Display sowie die nette
Bedienungsführung über die kapazitive Berührungsempfindlichkeit zwar ein nur schwer zu
unterdrückendes Will-haben-Gefühl auslösen - das komplette Paket ist aber zu diesem
Preis noch viel zu teuer. Auch ein Andoroid muss sich den Vergleich mit einem Nokia gefallen
lassen - und hier bringt es von Haus aus zu wenig mit und kann diverse Sachen gar nicht bieten
(Der Upload von Bildern via Browser ist mir sehr wichtig - bei Android ist es [noch?] unmöglich!)
Darum liegt im Rennen um mein nächstes Mobiltlefon das E71 als Nachfolgemodell meines momentanen Gerätes
sehr weit vorn. Dieses Handy ist vor allem eine konsequente Produktverbesserung des E61i,
ist mit HSPDA, GPS und 3,2MP Autofokus Kamera (mit Blitz - hat das G1 nicht) deutlich besser
ausgestattet und besitzt einen etwa 50% schnelleren Prozessor als das ältere Modell. Die gesamte
Technik wurde dabei in ein deutlich gefälligeres da schmaleres Gehäuse verbaut. Zwar muss hier auf
einen Touchscreen verzichtet werden - doch ist dies kein wirklicher Nachteil, gehen doch alle
Arbeitsschritte ebenso schnell von der Hand. Und das zu einem günstigen Straßenpreis, ohne Branding
und mit vernünftigen Akku.
Nichts desto Drops - das G1 wäre mal wieder etwas Neues, was meinem Spieltrieb gerecht werden könnte -
das Nokia ist halt ein sehr ausgereifter Allrounder bei dem man nicht viel experimentieren muss.
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