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Jens Rudolph blogt
13. Februar 2008 | Wuala - die P2P-Onlinefestplatte
Onlinefestplatten sind Systeme, auf denen
sich Dateien aller Art im Internet abspeichern lassen. In der Regel werden die Dateien dann in vom
Betreiber bereitgestellten Servern zentral abgelegt. Beispiele dafür sind
Xdrive von AOL oder das
MediaCenter
Angebot von GMX. Aber auch das sagenumwobene Gdrive von Goolge, welches momentan
noch immer nicht viel mehr als ein Gerücht ist, zählt dazu.
Ein komplett kostenloses und neuartiges Projekt in dieser Richtung ist
Wuala,
welches an der ETH Zürich ins Leben gerufene wurde. Momentan befindet sich Wuala noch in einer geschlossenen
Alpha-Testphase, zu der ich mich jüngst anmelden durfte. Die Client-Software steht für verschiedene Windows
Betriebssysteme, Mac und Linux bereit. Die von mir installierte Version für Vista machte einen bereits sehr
ausgereiften und stabilen Eindruck. Vom Start an steht 1 Gigabyte Speicher bereit, welches einfach per Drag
and Drop bestückt werden kann und sich außerdem als Netzlaufwerk verbinden lässt.
Soweit, so gut. Das Neuartige an Wuala ist nicht, dass man seinen Speicher vermehren kann, was nämlich -
abgesehen vom Startgigabyte, nicht wirklich geht. Vielmehr ändert man die Qualität des eigenen Speicherplatzes - und das ist
der Knackpunkt. Während die eigene Festplatte nur zur Verfügung steht wenn man daheim ist, ist das Wuala-System
dezentral und unabhängig vom Zustand des persönlichen Rechners. Wuala eignet sich daher nicht dazu sein eigenes
Speichervolumen zu vergrößern - viel mehr als das erste Gigabyte wird nicht verschenkt. Trotzdem kann sich der
Nutzer seinen Onlinespeicher fast unendlich erweitern, indem er seinen Breitbandanschluss und Teile seiner
Festplatte dem Wuala-System zur Verfügung stellt. Ihr merkt: es handelt sich um eine Peer-to-Peer Speicherlösung.
Dabei erhaltet ihr nie mehr als das zur Verfügung gestellte Volumen. Eure Daten aber könnt ihr mit dieser Methode
sehr leicht mit Freunden teilen oder ihr greift selbst von anderen Internetrechnern auf diese zu, unabhängig davon
ob der eigene Rechner angeschaltet bzw. im Netz ist.
Bei solchen Systemen spielt der Sicherheitsaspekt natürlich eine große Rolle. Daher werden alle für den
Onlinespeicher vorgesehenen Daten vor Verlassen des Rechners codiert und können auch erst auf Clientseite
wieder hergestellt werden. Selbst den Betreibern sei es so unmöglich auf Dateinamen und -inhalte Rückschlüsse
zu ziehen. In der momentanen Testphase ist ein einfaches Anmelden nicht möglich - entweder man wartet auf
den offiziellen Start des Angebotes, man hat Glück (wie ich) und wird von Wuala für den Test eingeladen oder
aber man lässt sich von einem Testteilnehmer als Freund einladen (ich habe eine sehr kleine Zahl Einladungscodes
erhalten und wäre bereit davon zwei oder drei Einladungen bei Interessesbekundung via Kontokatbereich zu versenden).
Links zum Thema:
- Was ist Wuala
- Screenshots
- Wuala in der Presse
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