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Jens Rudolph blogt
09. Januar 2008 | Letzte Woche in einem T-Punkt
In der letzten Woche bin ich verwegener Weise in einen T-Punkt gegangen, um
mir ein Handy zeigen zu lassen. Ich betrete also das Lokal und bevor ich richtig ankam, stürmt eine überfreundliche
Dame auf mich zu und ruft mir ein "Womit kann ich ihnen helfen Junger Mann?" entgegen. Nun gut, ich mag
in meiner Alltagskleidung nicht unbedingt sehr autoriotär aussehen - aber diese Art Anrede halte ich für wenig seriös.
Wie dem auch sei - da ich tatsächlich ein Anliegen hatte, trug ich es vor: "Guten Tag, ich interessiere mich für
einen Sidekick Slide und würde mir diesen gerne einmal anschauen.".
Dieses Ansinnen ließ der Dame das Gesicht einfrieren und lies sie mit der Gegenfrage "Was für ein Gerät soll das
denn sein, von welchem Hersteller ist es denn?" antworten. Dazu muss man wissen, dass die Marke Sidekick
heißt und eine Erfindung von T-Mobile selbst ist (der Hersteller ist in diesem Fall zwar Motorola, was aber nichts zur
sache tut, weil es für T-Mobile als Sidekick belabelt wird). Ehe ich die Ahnungslose nun aber hätte aufklären können,
sprang einer der beiden anderen auf Kunden wartenden Kollege ein und vollführte mit seinen Daumen die vom Sidekick vertraute
Display-Hochklapp-Bewegung und meinte, dass es dieses Handy nur in T-Punkten gäbe, welche man mit einem Auto befahren
könne. Ich fragte ihn dann allerdings nicht, wo denn so ein Drive-in-T-Punkt ist, fiel mir doch rechtzeitig ein, dass
er wahrscheinlich eher die Größe des Geschäftes, als die Erreichbarkeit meinte. Auch dies war wieder eine Auskunft, die man
einem potentiellen Kunden in dieser Form nicht unbedingt an den Kopf werfen sollte. Ich bedankte mich und verließ auf nimmer
wiedersehen den T-Punkt im Dresdner Haupbahnhof.
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