Das vor allem als Domainhoster bekannte Unternehmen Strato hat zur diesjährigen Cebit ein Produkt vorgestellt, welches mein Interesse geweckt hat: einen online Speicher. Das Angebot hört auf den Namen HiDrive und bietet je nach Tarif zwischen 100 Gigabyte bis zu satten 5 Terabyte Platz.
Schon seit einigen Jahren speichere ich viele meiner wichtigen Daten, was vor allem unwiederbringliche private Fotografien sind, als Sicherheitskopie im Internet. Das System meiner Wahl war und ist bislang Wuala (mein letzter Bericht dazu), einer Speicherlösung die vor allem auf dem Peer-to-Peer Prinzip fußt und neben kostenpflichtigen Speicher auch kostenlose Angebote bietet. So habe ich mir hier durch Bandbreiten- und Speichertausch kostenlos ca. 55 Gigabyte an sicherem Volumen in Internet erarbeitet. Dazu muss mein Rechner aber stets eine stattliche Zeit am Netz hängen und (momentan so von mir konfigurierte) 50 Gigabyte an lokalem Festplattenplatz für andere Wuala-User vorhalten.
Gänzlich anders aufgebaut ist das HiDrive Angebot. Daten werden hier nicht in Happen auf andere User verteilt, sondern in Startos Servern zentral gesichert. Für den Kunden ist diese Realisierung "hinter den Kulissen" aber weniger von belang - der vergleicht Handhabbarkeit und Kosten. Und hier wird HiDrive interessant. Wenn man bei Wuala seinen Onlinespeicher nicht durch Resourcentausch erweitern will, muss man vergleichsweise tief in die Tasche greifen, denn die Preisstruktur wurde vor ca. einem Jahr aufgestellt und bis heute nicht überarbeitet.
Während das Konzept hinter Wuala nach wie vor sehr inovativ ist, sind es deren Preise und Leistungen nicht mehr. Zunächst sollen Preise und Speichervolumen verglichen werden:
HiDrive
Wuala
kostenloser Speicher
nein
1 GB / 2 GB*
kostenlos Speicher verdienen
nein
ja
Aktivierungsgebühr
9,90 Euro
keine
Preis für 10 GB pro Jahr
-
15 Euro
Preis für 50 GB pro Jahr
-
60 Euro
Preis für 100 GB pro Jahr
46,80 euro**
100 Euro
Preis für 500 GB pro Jahr
118,80 euro**
400 Euro
Preis für 1000 GB pro Jahr
238,80 euro
640 Euro
Preis für 2000 GB pro Jahr
358,80 euro
-
* = 2 Gigabyte bei Registrierung über diesen Einladungslink
** = im Aktionszeitraum sind die ersten 3 Monate kostenlos
Während bei Wuala also schon bei einem Terabyte Schluss ist, geht es in den Privatkundenangeboten von Stratos HiDrive bis zu 2TB. In den etwas teureren HiDrive Pro Paketen die bei 1TB (478,80 Euro p.a.) anfangen geht es über 2,5TB (1188,00 Euro p.a.) bis maximal sogar 5TB (1788,00). Da die normalen HiDrive Pakete (siehe Tabelle) nur über einen Admin- und einen Useraccount verfügen, eignen sie sich eher nicht zum Verteilen von Daten unter Freunden und Bekannten. Dafür stehen nur 20 devinierbare Freigabelinks zur Verfügung (in den Pro Tarifen ist es mehr). Soll also die Fotogalerie vom letzten Klassentreffen freigegeben werden, eignet sich HiDrive dafür nicht - hier spielt jedoch Wuala seine Stärken aus. Als Wuala Nutzer muss man sich jedoch eine proprietäre, auf Java basierende, Software installieren - dann ist es möglich Daten öffenlich zu machen, in Gruppen zu verteilen, nur speziellen Usern zugänglich zu machen oder aber als Weblink für Nicht-User anzubieten. Das geht bereits in den Basisversionen, ist unlimitiert und kostet kein Geld.
Sowohl Wuala als auch HiDrive lassen sich als Festplatte ins System einbinden, während dafür bei Wuala die genannte Software nötig ist, funktioniert dies bei HiDrive auch rein mit Bordmitteln - man verbindet HiDrive einfach als Netzlaufwerk. Auch sonst sind die Zugriffsmöglichkeiten beim Strato-Produkt deutlich umfangreicher - FTP, SFTP, FTPS, WebDAV mit und ohne Verschlüsselung, rsync mit und ohne Verschlüsselung und Onlinemanager stehen zur Verfügung. Bei Wuala ist man, abgesehen von als Link freigegebenen Inhalten, allein auf die Clientsoftware angewiesen.
Nutzt man seine Onlinefestplatte als Backup-Medium sind automatisierte Synchonisationen oft wünschenswert. HiDrive bietet dies von Haus aus, bei Wuala muss man ein Pro-User sein (das wird man entweder durch den Kauf von Speicher oder kostenlos durch den Tausch von Resourcen). Beide Wettbewerber bieten dabei eine Zeitreise zu früheren Versionen von Daten oder gelöschen Elementen an, die verschieden weit in der Vergangenheit liegen können.
Eine Bandbreitenbeschränkung oder limitiertes Transfervolumen gibt es bei keinem dieser Anbieter.
Fazit: Strato hat mit seinem neuen Produkt ein sehr attraktives Angebot am Start, welches vor allem Kunden anspricht, die eine möglichst üppige Speichergröße zu moderaten Preisen suchen, die Daten dabei aber nicht verteilen wollen. Zu diesen Konditionen ist HiDrive mit einer Vertragslaufzeit von 6 Monaten sicher einen Blick wert.
Wer kostenlos eine Onlinespeichermöglichkeit mit viel Potential testen will, sollte einen Blick auf Wuala werfen. Die LaCie Tochter hat nach wie vor den Charm eines Startup-Unternehmens und ist, z.B. via Twitter, deutlich kundennäher. Auf die Anfrage, ob Wuala nicht angesichts des neuen HiDrive Konkurrenten seine Kostenstruktur überdenken wolle, bekam ich innerhalb von wenigen Augenblicke diese Antwort lesen.
Ich bin bereits seit geraumer Zeit bei trnd.com angemeldet, der - nach eigenen Worten - größten europäischen Marketing-Community, und wurde hier nun dazu ausgewählt ein
Heim-Fast-Food-Produkt zu testen. Dazu bekomme ich für 25 Euro Pizzas (oder sind es Pizzen?) der Marke Dr. Oetker STEINOFEN TRADIZIONALE gestellt und darf die dann ganz alleine
aufessen. Bzw. könnte ich das tun - nur wäre das nicht ganz so werbewirksam, wie das Projekt sicher ausfallen soll. Daher habe ich zum Vertilgen der ersten vier Exemplare, was auch deutlich besser für meinen sowieso schon nicht mehr ganz athletisch wirkenden Leibesumfang war, ein paar Leutchen zu einem geselligen Abend einbestellen.
Am letzten Februarfreitag haben wir uns die Testobjekte aus dem KaufMarkt besogt. Die Kosten beliefen sich auf stattliche 2,69 Euro je Stück, der Gutschein wurde mit 24,21 Euro für neun
Pizzen maximal ausgelastet. Gekauft wurden von jeder Sorte mindestens 2 Exemplare. Am Abend kam es dann zum eben erwähnten Testessen - in Etappen wurden SPINACI, MOZZARELLA, TONNO und schließlich DIAVOLO fertig gebacken.
Zunächst zum Boden: Dr. Oetker legt hier wert auf die Tatsache, dass es sich um einen auf Stein vorgebackenen handelt. Da ich jüngst aber einen Beitrag zu eben jenem Thema auf Arte gesehen habe, in der selbst italienische Spitzenpizzabäcker dem Steinboden keine geschmacks- oder konsistenverändernde Fähigkeiten zusprechen, muss der Punkt Steinboden wohl als Werbegag abgetan werden. Und zwar als Werbegag für einen nichts desto trotz exzelenten Boden. Bisher kannte ich von der Firma Dr. Oetker nur die Ristorante Pizzas und konnte deren Böden absolut nichts abgewinnen, ähneln sie bei Geschmack und vor allem Konsistenz eher einem Butterkeks als einer Pizzaunterseite. Wie dem aus sei, die TRADIZIONALE überzeugt in diesem Punkt vollkommen. Der Boden ist knackig aber doch saftig, luftig aber doch schmackhaft - und in der Tat ohne Vergleich im Tiefkühlpizzasortiment.
Kann nun der Belag halten, was der Boden verspricht? Wie in diesem Preissegment zu erwarten ist, sind die Beläge reichhaltig und optisch hochwertig. Die Tomate sieht frisch aus, der Thunfische liegt auf roter Zwiebel, der Spinat ist stückig. Fangen wir aber von hinten an uns die einzelnen Pizzen vorzunehmen, zunächst zur DIAVOLO. Der Name und die Optik suggerieren Schärfe - doch leider ist diese beim Verzehr nicht vorhanden. Selbst die Jalapenos können separat gegessen als etwas würzigere Gemüsepaprika durchgehen, nicht aber als Schärfelieferant. Was bleibt ist eine leckere mit Calabrese Salami belegte Pizza mit einem Hauch von Feuer - kein wirklicher Diabolo, jedoch ein schmackhaftes Teufelchen.
Die anderen Pizzen machen es hier besser - sie liefern, was auf der Verpackung steht. Die SPINACI wird allerdings nicht mein Favoriot - es fehlt mir irgendwie das Fleischliche - trotzdem kann sie überzeugen. Die Spinatblätter sind noch als solche zu erkennen, alles Bestens also und die perfekte Frauenpizza (meiner jedenfalls, hat diese sehr gut gemundet).
Ich bin da schon eher der Fan von Thunfisch - die TONNO von Dr. Oetker STEINOFEN TRADIZIONALE ist belegt mit einer Menge von diesem totem Fisch, deutlich mehr als beim günstigeren Wettbewerb, mit roter Zwiebel, Käse und ein paar schwarzen Olieven. Exzelent!
Zu guter Letzt ein paar Zeilen zur MOZZARELLA. Wie erwähnt muss für mich eigentlich in irgend einer Form totes Tier auf einer Pizza liegen - was bei einer Weichkäsepizza natürlich nicht der Fall ist. Daher war die Überraschung groß, dass genau diese Pizza zum heimlichen Star in unserer kleinen Geschmacksvergleichrunde wurde. Das ist vor allem dem würzigen Pesto zu verdanken, der den Charakter der Pizza prägt. So ist die Mozzarella mindestens genau so scharf die wie die DIAVOLO und trotz fehlender Wurst oder Ähnlichem meine absolute Empfehlung. So muss eine Pizza schmecken!
Fazit: Die seit Januar im Handel erhältlichen Pizzen der Marke Dr. Oetker STEINOFEN TRADIZIONALE sind allesamt sehr lecker und lassen sich kaum noch als eine fertig gebackene Tiefkühlpizza identifizieren. Das ist vor allem dem guten Boden geschuldet, die Beläge überzeugen wie gesagt ebenso. Wenn man sich aber den Stückpreis von etwa 2,70 Euro vor Augen hält darf man dies auch erwarten, denn günstig ist dieses schnelle Essen nicht.
Nun lauern in unserer Tiefkühleinheit noch die Sorten SALAME und SPECIALE - und auch diese werde ich demnächst mit einer kurzen Erwähnung in diesem Blog bedenken.
Ach ja - wenn auch du dich in den Dienst von Unternehmen stellen willst um, wie ich, ein willfähriger Testsklave zu sein, melde dich ebenso bei trnd.com. Du gibst nur noch ein bisschen mehr deiner Privatsphäre auf als eh schon und darfst dann vielleicht auch mal kostenlos Pizza kosten.
Heute liefere ich den zweiten Teil zum kleinen Test des Mobilfunkdiscounters helloMobil nach. Zunächst noch eine Kleinigkeit, die etwas verwirrend sein kann: die SIM lässt als Provider nicht etwa helloMobil im Display erscheinen, auch nicht das verwendete Netz O2 wird eingeblendet - nein, der Netzbetreiber wird (auf den von mir getesteten Nokia E61i und T-Mobile G1) mit dem wenigsagenden Namen Willkommen ausgegeben.
Nun aber zu den Fakten, die etwas schwerer wiegen. helloMobil hat wohl seinen Fehler in der Berechnung bemerkt (ich berichtete) und hat die Kostenübersicht entsprechend überarbeitet. Das hatte dann leider zur Folge, dass mir das zuviel erstattete Grundentgelt für die Datenoption nun doch korrekt abgezogen wurde. Der Datenpreis für 200MB im Monat wird nun korrekt mit 12,95 Euro verbucht, gleichzeitig erfolgt die 3 Euro Rückerstattung auf den Aktionspreis von 9,95. Im übrigen hat der Serviceprovider nun folgendes Kleingedruckte zur Dauer des Aktionstarifes auf seiner Homepage veröffentlicht:
Zitat: Kunden, die sich im im Aktionszeitraum bis 31.03.2010 für die Handysurf Flatrate entscheiden, zahlen für die gesamte Nutzungsdauer einen monatlich Preis von nur 9,95 € statt 12,95 €. Die Handysurf Flatrate hat eine Mindestlaufzeit von drei (3) Monaten. Danach verlängert sie sich automatisch auf unbefristete Zeit, sofern nicht eine Partei mit einer Frist von einem (1) Tag zum Monatsende vor Ablauf der Mindestlaufzeit schriftlich kündigt. Angerechnet werden nur Datenverbindungen innerhalb Deutschlands. Nicht genutztes Volumen kann nicht in den Folgemonat übertragen werden. Ab einem Datenvolumen von 200 MB pro Monat steht im jeweiligen Kalendermonat GPRS-Bandbreite zur Verfügung.
Nach wie vor unberichtigt ist die Klausel zur Tagesnutzunspauschale, die ich im persönlichen Kundenmenu beanstandet hatte. Auf der Webseite hat helloMobile nämlich eine Art kleines Forum eingerichtet, in dem man Fragen stellen kann - und dort erscheinen dann mehr oder weniger schnell die passenden Antworten. Und tatsächlich scheinen hier noch echte Menschen die Probleme zu behandeln, denn die Antworten bestanden nicht - wie oft erlebt - aus nichtssagenden Bausteinen aus dem Floskelbaukasten, sondern bezogen sich tatsächlich auf meine Anfragen. Zur erwähnten Tagesnutzungspauschale wurde mir dort mitgeteilt, dass diese beim GPRS-by-call Tarif NICHT anfallen würde. Genau so steht es auch im dazugehörigen Tarif-PDF. Die Hotline hatte mir beim ersten Test noch erzählt, die 8 Cent würden tatsächlich anfallen. Solange es aber so widersprüchliche Angaben gibt ist helloMobil by Call nicht zu empfehlen - außerdem sind die GPRS-by-call-Kosten überdurchschnittlich hoch.
Da ich gerade das Webinterface erwähnt habe nun ein paar Worte dazu. Hier bin ich nämlich von simyo absolut verwöhnt. Die E-Plus Tochter bietet die ausgereifteste Plattform, die mir bisher untergekommen ist. Das reicht vom kompletten Einzelverbindungsnachweis, verschiedensten Aufladeoptionen und dem hin und her buchen von Zusatzoptionen. Das alles dargeboten in einem passenden corporate identity design. Wenn man nun simyo als Positivbeispiel nimmt, soll congstar (der T-Mobile Discounter) als Exempel gelten, wie man es nicht machen sollte. Die persönliche Webseite ist unübersichtlich und nichtssagend und bietet kaum Einstellmöglichkeiten. Es fehlt nach wie vor an einem EVN und Optionen werden sowieso nicht angeboten. Das hier besprochene Produkt helloMobil möchte ich irgendwo zwischen diesen beiden Wettbewerbern ansiedeln. Die Seite ist vom Design eher wenig gelungen und durch die ähnlich klingenden Menupunkte recht unübersichtlich, nach ein bisschen Klicken findet man aber in der Regel alle gesuchten Punkte. Optionen können online gebucht und storniert werden und man findet den oben erwähnten Supportbereich mit dem kleinen Forum, der alle bisher stattgefundene Kommunikation protokolliert. Dies fehlt zwar bei simyo, deren Service hat mir aber bei E-Mailanfragen bisher aber ähnlich schnell und aussagefähig antworten können.
Kommen wir zum Schluss zur Aussage, wie es sich beim 200 Megabytetarif mit der Drosselung verhält. Im Einzelverbindungsnachweis werden neben den Gesprächen auch alle Datenübertragungen angezeigt, weshalb ich für mich deutlich ablesen konnte, dass ich im Monat Februar 270 Megabyte generiert habe. Verwirrend ist dabei nur, dass scheinbar zufällig der APN "internet.victorvox" im Wechsel mit "internet.telco" in der Tabelle auftauchen - die Berechnung liegt aber immer bei 0 Euro (und in meinem Telefon ist nach wie vor nur erstgenannter Zugangspunkt eingetragen).
Die Abrechnung erfolgt ferner relativ zeitnah - als ich am 1. März die Februarabrechnung aufrief, waren auch die Daten vom 28. Februar verzeichnet. Daher ist anzunehmen, dass dem helloMobil-System am letzten Februartag "bekannt" war, dass ich mehr als 200 MB übertragen hatte. Trotzdem konnte ich im kompletten Februar bis zum 28. stets mit etwa 3Megabit/s Daten durchs 3G Netz schaufel - eine Drosselung war nicht erfolgt. Ob es sich um ein Phenomän handelt, welches nur im ersten (anteilig berechneten) Monat auftritt oder die Drosselung allgeimen noch nicht aktiviert wurde ist mir natürlich nicht bekannt. Daher kann ich an dieser Stelle wiederholt nur um Geduld bitte. Ich werde diesen Beitrag zu gegebener Zeit aktualisieren - frühestens, wenn die Drosselung eintritt / spätestens, wenn der März ohne Bremse zuende geht.
Anmerkung: Den erste Teil dieses Tests könnt ihr hier nachlesen.
Eines meiner Hobbies ist das Essen - und dazu zähle ich auch den gelegentlichen Gang zu einer der Fast Food Lokalitäten aus Übersee. Und da jüngst auch der Geflügelfritierer aus Kentucky eine Niederlassung in Dresden eröffnet hat und ich auch andernorts noch nie geschafft hatte KFC einen Besuch abzustatten, war am Samstag Premiere. Gegen 20:30 betraten wir das Restaurant in der Dresdner Centrum Galerie und fanden es, abgesehen von ein paar gelangweilten Angestellten, weitgehend leer vor. Dieser Umstand lenkte den Blick nicht vom eher schlichten Interieur ab, der Raum strahlt den Flair eines beliebigen Schnellrestaurant aus - ungefähr das Image, welches McDonalds durch konsequente Neugestaltung seiner Restaurants zu Cafe-Chillout-Hütten in den vergangen Monaten loswerden möchte.
Da ein ungesundes Mahl aber sowieso kaum vom Lokal denn vom Geschmack abhängt, orderten wir schließlich einen der Pappeimerchen mit totem Huhn nebst Pommes Frittes und Softdrink. Für mich ist letztgenanntes stets eine eiskalte Coke in der ich immer eine gute Portion Eiswürfel schwimmen haben möchte. Da sich in der Vergangenheit bei BurgerKing und dem vorhin erwähnten Donalds scheinbar eingebürgert hat den Pappbecher ohne das gefrorene Wasser auf die Theke zu stellen, war auch bei KFC nichts anderes zu erwarten. Was aber verwunderte: die Coka Cola wurde nicht aus dem Spender in der Theke entnommen, es kam aus einer handelsüblichen 1.5 Liter Mehrwegflasche. Das stört sicher wenig, wenn 1. des Getränk kühl und 2. Eiswürfel darin sind (damit das noch einen Moment so bleibt). Punkt eins wurde mir versichert, den zweiten Punkt, so hoffte ich, kann ich auch durch Nachfragen beheben. Und während man mir diesen Wunsch beim Wettbewerb gern mit einem Schäufelchen des harten H2O erfüllt, erntete ich im Dresdner KFC betretene Mienen - man habe keinen Eiswürfelspender. Auf meine Nachfrage, warum die dunkle Zuckerlösung auf den Fotografien aber mit Eis abgebildet ist, bekam ich nur den Verweis auf den Geschäftsführer und den Hinweis, dass die Flasche doch aus dem Kühlschrank käme.
Da für mich, wie gesagt, eine Coke ohne Eis aber keine wahre Coke ist, lies ich meinen Unmut an den Geschäftsführer übermitteln und erntete von meiner Frau - sicher nicht ganz unberechtigt - mismutige Blicke ob meiner Kleinlichkeit. Da an der Situation nun aber nichts zu ändern war, liesen wir uns mit der gewählten Speise an einem der vielen leeren Tische nieder. Ein Biss in die fritierten Kartoffelstreifen war erfreulich knackig, dass selbst im Menu Ketchup oder Majonaise extra 20 Cent kosten weniger. Der erste Schluck aus dem kleinen Strohhälmchen (deutlich kleinerer Durchmesser als bei der Konkurenz, daher recht ungeeignet für kohlensäurehaltiges Gut) rundete den unschönen ersten Eindruck ab: er war lauwarm. In dieser Form serviert widerspricht es nicht nur der von Coca Cola empfohlen Darbietungsform, es schmeckt ganz einfach lausig. Der Becher ging sofort zurück zur Theke. Die Bedienung entschuldigte sich vielmals und wies mir freundlich eine der 0.5 litrigen Flaschen aus dem Kühlregal am Ausgang zu. Diese war dann in der Tat kalt und konnte nun zum Mahl getrunken werden. Doch noch bevor ich einen Happen der Huhnteile nehmen konnte, poppte neben uns der junge Herr Fillialleiter auf, ebenfalls mit einer Entschuldigung auf den Lippen. Meiner Frau war dies offensichtlich ungeheuer peinlich - ich wollte aber doch wissen, wie es sein kann, ein so amerikanisches Lokal ohne Eiswürfel an den Start zu schicken. Die nüchterne Erklärung: Die Geschäftsleitung habe sich bewußt gegen einen Eiswürfelspender entschieden! Ferner wäre leider der Sirup für die Pipeline ausgegangen, weshalb aus handelsüblichen Flaschen ausgeschenkt werden müsse - dass das Getränk dabei warm an den Kunden ging täte ihm aber leid.
Bei den frittiert-fettigen Hühnchenteilen ist vor allem das Hauptmerkmal markant: sie sind fettig. Die Panaden sind zwar durchaus schmackhaft und reichen von scharf bis pfeffrig, von pappig bis kornflakes-knackig - im Inneren bleibt aber das Huhn ein Huhn (was nichts Schlechtes ist). Zum Tisch getragen wird das Essen übrigens branchenüblich auf einem Kunststofftablett, welches mit einem Papierzettelchen mit Produktinfos belegt ist. Auch sonst ist alles billig-zweckmäßig in Plastik und Papier gehalten - warum dem Kunden dazu noch Porzelanschälchen für die Hähnchenteile sowie für den Transport der Pommes mit auf dem Weg gegeben werden, kann sich mir darum nicht erschließen. Diese Teile vermögen das American-Imbiss-Wegwerf-Ambiente nicht zu verbessern, sondern wirken hier einfach deplatziert und unsinnig.
Der erste Eindruck, den KFC bei mir nun hinterlassen hat, ist - wie man meinem Exkurs sicher entnehmen kann - nicht unbedingt der besste. Das Essen als solches ist für mich als Fast-Food-Fan durchaus schmackhaft, das Gesamtpaket in der Dresdner Centrum Galerie hat sich von mir aber keinen zweiten Besuch verdient. Dies ist natürlich nur mein ganz persönliches Fazit - ein jeder sollte sich, so er will, bei einem eigenen Besuch sein eigenes Urteil bilden.
Nichts geht mehr - bis auf ein beep beep beep Motherboardcode, der vom nun endgültigen Ableben der Grafikkarte meines Samsung Notebooks zeugt. Die Phase als TV-Settop-PC war also denkbar kurz, eine Reparatur dank auf dem Board integrierter GPU unmöglich. Was nun bleibt ist das fachgerechte Ausweiden des Korpus.
Den Anfang machte die 200 Gigabyte fassende Harddisk, die nun ihren weiteren Dienst als Zweitplatte in meinem EasyNote LJ75 verrichtet (siehe Foto). Der RAM Speicher dürfte dem Laptop meiner Eltern gut zu Gesicht stehen und der tadellose Akku wird sicher noch einen Käufer bei einer online Auktionsplattform finden. Nun müsste der Jens sich nur noch durchringen, seine Faulheit besiegen und gleich den anderen angesammelten Krempel zum Verkauf anbieten...
Ich habe eine Mail von einem anderen EasyNote LJ75 Käufer bekommen, der mich fragt, warum das Gerät statt der angegebenen 320GB großen Festplatte nur 285GB anzeigt. Und da die Antwort eventuell noch andere Leser interessieren könnte, kommt hier eine öffentliche Antwort:
Es gibt zwei Gründe, warum man statt 320 nur ca. 285 GB angezeigt bekommt. Punkt eins ist die rechnerische Ermittlung der Plattengröße - hier gehen gehen die Hersteller zu Ungunsten des Kunden von einem Umrechnungsfaktor von 1000 aus - also 1000 Byte sind 1Kilobyte. Das mag bei Kilogramm und Kilometer stimmen, nicht aber bei Speicher. Die korrekte Umrechnungszahl hier ist, bedingt dadurch, dass es immer eine Zweierpotenz sein muss, 1024 - was bedeutet 1024 Byte = 1 Kilobyte. 1000 Byte sind daher nur 0,977 Kilobyte. Und je größer die Platten werden, desto gravierender geht diese falsche Umrechnungszahl in die resultierende Größe ein. Im Beispiel der 320 GB Platte baut der Hersteller eigentlich eine 320.000.000.000 Byte große Platte (320 Milliarden Byte). Das sind 312.500.000 Kilobyte = 305.175 Megabyte = 298 Gigabyte. Korrekterweise ist im Gerät demnach eine 298 GB Platte verbaut - und ein Blick in die Windows Systemsteuerung unter Verwaltung, Computerverwaltung, Datenträgerverwaltung bestätigt diese Größe auch. Und hier entdeckt man nun auch den zweiten Punkt, warum von diesen 298 GB nur 285 GB übrig sind. Viele Rechnerhersteller - hier PackardBell - sparen es sich dem Kunden das gekaufte Betriebssystem als DVD mitzuliefern. Damit man im Falle einer zerstörten Windowspartition das System aber trotzdem neu aufsetzen kann, sind diese Daten in der sogenannten Recoverypartition der Festplatte untergebracht. Das sind hier die fehlenden 13 Gigabyte - dort liegen die Installationsdateien der Windows 7 Version versteckt. Sollte es einmal nötig sein auf diese Daten zugreifen zu müssen, muss man während des Bootvorgangs mit einer Tastenkombination das Starten von der Recoverypartition auslösen (ich habe bei PackardBell noch nicht geschaut welche das ist).
So, ich hoffe das hilft dir zu verstehen (und vielleicht noch jemand anderem), warum die Platte kleiner als angegeben ist. Wenn dem so ist, würde ich mich hier über einen kleinen Kommentar freuen.
Gestern und heute haben die Medien über den Start von Google Buzz berichtet - und ich hatte erst einmal nicht den Drang das neue Twitter-Facebook-Irgendwas-Konkurrenz-Dings auszuprobieren. Als ich dann das Update für Google Maps von Version 3.4 auf 4.0 für mein Android G1 (CyanogenMod 4.2.14) entdeckte,
musste das natürlich her. Und was war drin? Google Buzz! Gut, wenn ich es schon habe, konnte ich es auch Antesten. Ein neuer Layer mit Buzz-Bläschen kann jetzt über die Landkarte gelegt werden. Tippt man auf eines dieser Bläschen, darf man lesen, was da ein anderer Buzz-User dort so gebuzzt hat. Ganz ausgereift schien das System allerdings nicht, denn in den ersten Stunden durfte ich nicht mitbuzzern, bekam immer die Fehlermeldung "Fehler beim Erstellen des Buzz". Irgendwann kalppte es dann aber doch und nun kann ich mitmachen - und bin einen Schritt weiter in Richtung totale Überwachung. Willst auch du einen Blick auf Buzz werfen? Dann schau hier vorbei: http://www.google.com/buzz oder installiere das neueste Google Maps auf deinem Mobiltelefon (Version 4 ist auch verfügbar für Symbian und Windows Mobile).
Wie hier im Blog berichtet habe ich für mein Mobiltelefon eine neue SIM bestellt - ich wollte doch mal testen, wie sich helloMobil so im Vergleich zu anderen Discountern (vor allem den von mir bevorzugtem simyo) schlägt. Die reinen Telefoniepreise unterbietet helloMobile um einen Cent - SMS sowie Minutenpreis zu deutschen Handy- und Festnetzanschlüssen betragen 8 Cent. Da ich mein Mobiltelefon aber sehr rege für Internetsurfen nutze, ist mir vor allem der Preis für Datenübertragung wichtig.
Sehr unattraktiv ist die GPRS-by-Call Variante ohne Grundgebühr. Hier werden pro Megabyte für einen Discounter stolze 49 Cent veranschlagt. Simyo und fonic mit je 24 Cent sowie Congstar mit 35 Cent unterbieten die Drillisch-Tochter hier deutlich. Zudem wird noch ein Tagesnutzungspreis von 8 Cent in Rechnung gestellt, von dem in der ersten Variante des PDFs auf www.helloMobile.de noch keine Rede ist/war.
Deutlich fairer ist da die 4,95 Euro teure Monatsoption 50MB (Angebotspreis) - hier bekommt man ein Freivolumen in genannter Größe und wird nach dem Aufbrauchen mit 0,19 Euro pro Megabyte abgerechnet. Nach der nicht näher definierten Anfangsphase soll der Preis auf regulär 6,95 Euro in Monat steigen. Der Abrechnungstakt liegt im Übrigen bei 10kB großen Paketen.
Da für mich aber sowieso nur eine Datenoption mit deutlich mehr als 100 MB in Frage kam (bei simyo nutz(t)e ich das 1GB Datenpaket), entschied ich mich für das 200MB große Paket für 9,95 Euro im Monat (Preis im Angebotszeitraum). Daran bindet man sich allerdings immer für mindestens 3 Monate, erst danach kann der Kunde die Option kündigen.
Noch bevor ich die SIM-Karte überhaut in Empfang nehmen konnte wurde sie aktiviert und die bei Bestellung angegebene Internetoption aufgebucht. Informiert wird man darüber immer zeitnah per Email (und wie sich nach Einlegen der Karte heraus stellte auch per SMS). Sehr verwirrend erscheint zunächst ein nicht nachvollziehbares automatische Abbuchen von Optionskosten vom Guthabenkonto. Noch bevor mein Startguthaben aktiv war, wurde anteilig der Monat Februar abgezogen, dazu noch einmal die volle Summe. Ich lies mich darüber von einem sehr freundlichen Hotlinemitarbeiter (01805 Nummer - 14Cent je Minute aus dem Festnetz) aufklären. Die Option würde stets immer einen Monat im Voraus berechnet - ich hätte also Februar und März abgegolten.
Dann wurden mir wieder zwei kleinere Beträge gutgeschrieben (wozu der Mitarbeiter aber auch nichts sagen konnte), die allerdings auf eine fehlerhafte Konfiguration des Abrechnungssystems hindeuten. Der reguläre Tarif für das 200MB Paket soll irgenwann einmal 12,95 Euro betragen. Und der vergütete Betrag entsprich exakt 3 Euro für den vollen Monat - die exakte Differenz zu 9,95. Sicher hätte also 12,95 Euro abgebucht werden sollen. So aber wurde mir quasi 2 x der Betrag vom regulären Preis auf die Angebotssumme reduziert. Ich werde den Kontotand weiter beobachten und an dieser Stelle in einem zweiten Beitrag berichten.
Das Einlegen der Karte war gewohnt simpel - PIN und PUK werden allerdings nicht mitgeliefert, sondern sind online im persönlichen Servicebereich abzurufen. Bis ich lossurfen konnte war aber noch eine Hürde zu nehmen: wie lauten die Zugangsdaten (APN) für dieses Produkt? Die Homepage geht nicht auf dieses Thema ein und die daraufhin nochmals kontaktierte Hotline verwies mich nur schulterzuckend an die Technik, die aber vor 12 Minuten in den Feierabend ging. Ein zusenden der Daten für mein T-Mobile G1 (Android, was soll das für ein Telefon sein?) war nicht möglich - also bot ich alternativ an die Karte in mein Nokia zu stecken, um mir die Daten dahin senden zu lassen. Nachdem der Mitarbeiter meine Daten -Nokia E61i- erfasst hatte, stellte er nach ein wenig Herumklicken aber fest, dass auch das nicht mehr möglich sei. Eine Fehlinvestition in den Hotlineanruf...
Nachdem nun die SIM aber im Nokia steckte, erledigte sich das Problem von selbst. Das Netz erkannte selbsttätig den neuen Telefontyp und sendete mir selbsttätig eine Konfigurations-SMS. Hieraus konnte ich die für mich wichtige Zeile entnehmen: der Zugangspunkt (APN) lautet internet.victorvox. Mit dieser Information im Adroidhandy konnte das mobile Surfvergnügen los gehen. Der Geschwindigkeitszuwachs gegenüber simyo ist wirklich enorm, der Seitenaufbau so schnell wie daheim im WLAN. Folgende Werte habe ich in mehreren Tests im gut versorgten Stadtgebiet von Dresden messen können:
Simyo EDGE (E-Plus)
knapp 200 kbit/s Down | 60kbit/s Up
Simyo UMTS (E-Plus)
ca. 300 kbit/s Down | 90kbit/s Up
helloMobil UMTS (O2)
ca. 3000 kbit/s Down | 290kbit/s Up
Das Netz von E-Plus liegt hier also Größenordnungen hinter den Daten von O2 - und selbst in den wenigen auf HSDPA aufgerüsteten Gebieten von E-Plus wird die mögliche Bandbreite, Berichten zu folge, nicht an den Kunden weiter gegeben. Natürlich soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass man bei simyo für 9,90 Euro für 30 Tage eine Datenoption buchen kann, die statt 200 ganze 1000 Megabyte inkludiert hat. Allerdings ist das noch nicht die ganze Wahrheit, denn während man bei simyo ab dem 1001sten MB wieder 24 Cent zahlt (oder die Option erneut buchen kann), greift bei helloMobil ab dem 201sten MB eine Bandbreitenbremse - weitere Kosten fallen aber nicht mehr an. Und hier liegt nun auch mein Interesse begründet: was passiert nach dem Verbrauch von 200 Megabyte, wie schnell ist die laut AGB in Aussicht gestelle Reduktion auf GPRS Niveau (technisch wären dies ca. 64 kbit/s). Wenn ich in ca. 2 Wochen diesen Wert erreicht habe, wird dieser Bericht um diese Daten erweitert. Bis dahin: Danke für die Aufmerksamkeit!
Nachtrag vom 12.02.10 Aufgrund des Kommentars hier noch ein Link zu den ausführlichen Zugangsdaten, die mir der Support von helloMobile später noch zukommen lies - es handelt sich um den O2 Zugangspunkt von VictorVox: PDF-download
Nachtrag vom 05.03.10 Zu diesem Test ist mittlerweile ein zweiter Teil erschienen - hier nachzulesen
Am gestrigen Sonntag brach unsere Kleinfamilie im instandgesetzten Familienrenaultzeros in Richtung Erzgebirge auf. Mit einem Schlitten im Gepäck visierten wir das Ziel Neuhermsdorf an. Nach etwa einer Stunde Fahrt trafen wir, wie hunderte andere Besucher auch, am Alten Zollhaus ein. Hier herrscht natürlich noch tiefer Winter im verschneiten Wald - was allerdings nur indirekt die Besucherschar erklärt. Sämtliche Passanten wurden natürlich nur von einer Attraktion angezogen: sie wollten die Plastiken des diesjähringen 14. Schneeskulpturen-Wettbewerbs besichtigen. Motto war in diesem Jahr "Atlantis - gehemnisvolle Unterwasserwelt".
Trifft man mit seinem Personenkraftwagen ein, wir man auf ein riesiges Feld gelotzt - Parkgebühr 2 Euro. Dann ging es hinüber zur Ausstellung - Eintritt 2 Euro (Kinder 1 Euro). Zu sehen gab es hier nun neun Interpretationen des Themas - mit Schaufeln und Sägen aus Schneewürfeln mit einer Kantenlänge von ca. 3 Metern herausgearbeitet. Unsere Tochter empfand die zünftige Après-Ski Beschallung allerdings weitaus interessanter, gab sie sich doch rhythmischem Händedurchdieluftwirbeln und ausgeprägten Freuen hin. Das allerdings auf Mamas Arm, weil Auf-dem-Schlitten-gezogen-werden doof sei und Papa knipsen musste.
Heute ein riesiges DANKE an die nette Postbotin bzw. den Postboten. Ich hatte doch letztens von helloMobilgeschrieben - und um das Produkt zu Testen (und mir die Chance auf den Mini zu sichern, hehe) hab ich mir doch gleich am Dienstagabend so ein SIM-Kärtchen nebst Datenpaket 200MB bestellt. War ganz einfach - hab routiniert meine Adresse eingegeben - blind - bei solchen Daten schaut man nicht mehr wo die Finger landen, das geht ja automatisch. Als ich dann am Mittwoch die E-Mail bekam, dass meine SIM an die Adresse ... (denkt euch hier meine Anschrift hin) gesendet wurde, bekam ich einen kleinen Schock. Hatte ich Experte wohl meine Grundstellung auf dem Ziffernblock um eine Taste nach links verschoben. Die Hausnummer war statt 23 nun 12. Was machen? SIM sperren, neue schicken lassen? Das wäre mit Kosten verbunden. Also hab ich erst mal geschaut, wer die 12 ist - aha, das Haus gleich gegenüber. Bevor ich eine neue SIM bestelle hab ich also erst einmal auf den Briefzusteller gesetzt, schieb ein Zettelchen (Foto) und heftete den an den großen Gemeinschaftskasten von Nummer 12. Heute nun die Erleichterung: Zettelchen UND bestellter Brief wurden dem Jens in meinen Briefkasten eingeworfen. Darum das riesige DANKE an den Bediensteten der Deutschen Post - das ist sehr guter Service!
Als ich gestern Abend vor dem Fernseher den vorgestrigen Teil von CSI NY vom Entertain Receiver schaute, wurde ich gegen 21:20 stutzig. Sollte da nicht das Aufnahmelämpchen für Two And A Half Man leuchten? Um kurz bei Pro7 nach dem rechten zu schauen, zappte ich rüber. Aber da war kein Charlie Sheen - da saß der Raab in einem Ledersessel. Natürlich, die Grand-Prix Vorveranstaltungen stehen ja für die nächsten Wochen auf dem Programm. Sonst bin ich ja kein Castingshow-Zuschauer, aber hier bin ich dann doch für einen Moment hängen geblieben - und dieser Moment dauerte dann bis zum Schluss an. Zwar habe ich parallel - vor allem in der Werbung und bei der langwierigen Anrufphase - meine Aufmerksamkeit eher dem PC als TV gewidmet, aber was an mich herandrang war wirklich oft sehr sehens- und hörenswert. Die Jury hat sich angenehm zurück genommen, die 10 Kandidaten waren fast durchweg auf einem hohen Niveau, die Moderation (vor allem wegen Opdenhövel) gewohnt souverän. Hier wurde nicht versucht Unterhaltung zu generieren mit Bohlen-Zoten, Herzschmerz-Harte-Kindheit-Einspielfilmchen oder der Vorführung übler Kandidatenstimmen. Man konnte Herrn Raab wieder als den Musikkenner und Garanten für gute Unterhaltung hinter dem Sendekonzept erahnen - aber da er eben "nur" Teil der Jury war und als solcher nur mit konstruktiver Kritik auffiel (wie seine Kollegen Müller-Westernhagen und Catterfeld), war das Ganze angenehm stimmig. Wären nun die Kandidaten wie anderso am Fliesband hereingetrappelt und vorgeführt worden, wäre es sicher eine recht langweilige Vorstellung gewesen. Durch die sehr gute Vorauswahl aber, konnte man die 10 potentiellen Oslo-Teilnehmer schon vorab (mit ein oder zwei Ausnahmen) getrost als Musiker bezeichnen. Von den Fünfen, die weiter kamen, stach natürlich auch bei mir Lena Meyer-Landrut heraus. Wenn in den nächsten Folgen weiterhin so gute Bewerber vorgestellt werden können, kann uns Oslo fast egal sein. Deutschland erhielte ein oder zwei unaufgeregte aber beständige Künstler a la Max Mutzke und Stefanie Heinzmann. Und der Balkan (der im Übrigen hinter Bad Schandau beginnt) wählt sich sowieso wieder selbst.