Das verlängerte zurückliegende Wochenende (2. bis 5. Oktober 2008) haben wir wieder einmal für einen Kurzurlaub benutzt. Wir haben dazu das Auto am Donnerstag (Feier)abend mit Nichte Leonie und Onkel René bepackt und Kurs Richtung Erzgebirge genommen.
Auf der Autobahn ging es noch gut voran und nur in Chemnitz mussten wir uns durch dichten Stoßverkehr quälen. Gegen 18:30 trafen wir dann doch wohlbehalten in Scharfenstein ein. Dort war, wie schon im Januar, der Gasthof im Grünen Grund unser Domizil (siehe auch hier). Der Wirt, Herr Mauersberger, veranstaltet dort gerade Haxen-Wochen, weshalb ich sowohl am Ankunftstag als auch am Samstag Abend das leckere Grillhaxen-Angebot mit Klösen bestellte, welches neben dem Gericht auch aus einem Bierchen (welches ich gegen eine Apfelschorle tauschte) und zum Nachtisch aus einem Schnäppschen (bei mir ein Lauterbacher Tropfen, sprich: Erzgebirgisches Waldbenzin) bestand.
Der Freitag war nun Wandertag. Meine Frau ließen wir umständehalber in der Pension zurück und stiefelten zunächst einen steilen Berg hinauf. Kurze Zeit später war auch schon Renés Dampflockschnaufen deutlich hörbar und Leonie (3 3/4 Jahre alt) begann zu fragen, wann es wieder heim geht. Unter gutem Zureden stapften wir den insgesamt 3,5 Kilometer weiten Hinweg nach Scharfenstein weiter. Als sich schließlich der Wald lichtete hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Burg und machten eine kleine Rast.
Leonie, nun das Schloss im Auge, wandelte ihr Ansinnen und wollte nun nicht mehr auf schnellstem Wege heim in die Pension, sondern zur Prinzessin sowie Königin. Wir wanderten also weiter ins Tal nach Scharfenstein und entschlossen uns nun kurz auch noch den Aufstieg zur Burg zu wagen. Wir schafften es dabei sogar bis auf die Turmspitze, doch von der Königsfamilie war weit und breit keine Spur. Der Abstieg verlief nun leicht und wir lenkten unsere Schritte auf den 2,5 Kilometer langen Rückweg entlang der Straße.
Kaum angekommen starteten wir auch schon zum zweiten Teil des Tages, der nur kurz für eine mittägliche Stärkung unterbrochen wurde. Mit dem Auto ging es nämlich nach Annaberg-Buchholz und zunächst ins dortige Tiergehege.
Im Anschluss daran stiefelten wir den Berg hinab ins Zentrum der Annaberger Altstadt, wo rund um den 3. Oktober ein dreitägiger Bauernmarkt stattfand. Dort angekommen stand, was wir nicht wussten, Cora auf der Bühne und trällerte ihr Amsterdam-Lied und andere Titel.
Nach einer netten Zeit, einem Glühwein für mich und einer Zuckerwatte für Leo später, wollten wir den Rückweg den Berg hinauf zum Parkplatz antreten. Rechtzeitig entdeckte René aber den Fahrplan der Hummelbahn und wir nahmen dieses Befürderungsmittel. Das freute nicht nur die Beine vom René, sondern machte vor allem der Leonie sehr viel Spaß.
So voll der Terminplan des Freitag war, so ereignisreich auch der Samstag - auch wenn wir nur einen Punkt ansteuerten: das Freizeitbad Greifensteine ANA MARE. Die vier Stunden Wellenbaden und Rutschen setzten Leo so sehr zu, dass sie schon im Auto total übermüdet einschlief und der von mir geplante Besuch des Fronauer Hammers ausfiel.
Der Sonntag war dann nur noch von der Heimreise nach Dresden geprägt - und von nervigen Anrufen bei der Telekom.