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Packard Bell EasyNote LJ75 Kurzreview
17,3" Notebook mit Intel Core i5 CPU
Eigentlich sollte mein alter Laptop noch ein paar Jahre seinen Dienst verrichten, doch er hatte andere Pläne und wollte ersetzt werden. Auf der Suche nach einem preisgünstigem
Ersatzgerät bin ich schließlich bei der EasyNote LJ Serie von Packard Bell bzw. notebooksbilliger.de fündig geworden.
Das verwendete Gehäuse macht einen soliden und wertigen Eindruck, auch wenn der Deckel recht verwindungsanfällig ist. Das allerdings ist bei einer Diagonale von 17,3 Zoll nachvollziehbar. Die Tastatur besitzt einen eigenen Ziffernblock - genug Platz gibt es ja - und lässt sich nach kurzer Eingewöhnung sehr gut bedienen. Die Eingewöhnungsphase ist nötig, da die plane Oberfläche des Keyboards zunächst zu Vertippern führen kann, weil etwas wenig haptisches Feedback an die Fingerspitzen geliefert wird. Da die Tasten aber groß genug ausgefallen sind, einen sehr guten Druckpunkt besitzten und auch nicht wackeln oder klappern, gibt es wenig auszusetzen - da habe ich bei MSI schon deutlich Schlechteres erlebt.
Unterhalb der Tastatur finden wir ein multi-touch-fähiges Steuerpad. Leider ist es nicht ganz bis zum abgegrenzten Rand funktionstüchtig. Aber auch hier beherrscht man nach wenigen Minuten ein flottes Arbeiten, vor allem wenn man sich ein paar der Zweifinger-Gesten eingeprägt hat (z.B. Bildlauf mit Doppelfinger). Für reine Office-Arbeiten kann man tatsächlich auf eine echte Maus verzichten - die meisten werden aber sicher ein externes Eingabegerät anschließen. Dafür stehen vier USB-Ports zur Verfügung.
Oberhalb der Tastatur leuchten rötlich verschiedene LED-Anzeigen - z.B. für Festplattenzugriff, WLAN- sowie Bluetooth-Status. Das große Display mit einer Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten ist nicht
entspiegelt und wird von LEDs erhellt. Die von Werk aus eingestellte Leuchtkrauft ist imens und lässt sich noch weiter erhöhen - das Gerät kann also gut - bis zu einem gewissen Punkt - gegen einfallendes Licht ankämpfen. Im Regelfall reicht ein Bruchteil der möglichen Leuchtstärke - mir ist selbst ist halbe Kraft noch zu grell, was aber an der Jahreszeit (grauer Winter) liegen mag. An Kontrast und Farbintensität kann ich nichts aussetzen, die LEDs leuchten das Panel homogen aus, alles in allem also ein gutes Display für meine Zwecke.
Oberhalb des Monitors sind im Deckel ein Mikrofon sowie eine Webcam verbaut. Letztere konnte mich allerdings nicht wirklich überzeugen. Sie liefert lediglich eine magere Auflösung von 640x480 Pixeln (wahlweise auch QVGA, 320x240) und tauchte das aufgenommene Bild in unnatürlich rote Farben ohne Kontrast. Auch durch eine Justage der Helligkeit und Farbe in der Kamerasoftware konnte ich keine signifikante Verbesserung erziehlen. Inwieweit dieses Bauteil nun Kaufentscheiden ist muss jeder für sich selbst entscheiden, für einfache Videotelefonie (wenn auch nicht in HD) reicht es allemal.
Rechts am Gehäuse öffnet sich der Mulitformat-DVD-Brenner, etwas davor liegen zwei der USB-Ports. Hier sollte eher nichts mit Kabel angeschlossen sein, weil die meisten Rechtshänder dort ihre Maushand liegen haben dürften. An der linken Seite sitzen der Kartenleser, die Ports für Mikrofon und Line-OUT (3,5mm Klinke), ein HDMI-Anschluss, die anderen beiden USB-Ports, der VGA-Ausgang sowie der Ethernet-Anschluss und die Buchse der Stromzufuhr.
Im wuchtig wirkenden Deckelscharnier, welches das Display in jedem Winkel stramm halten kann, ist links ein Kensington-Lock und rechts der Powerschalter versteckt.
Auch wenn das Gerät nicht unter Last fährt wird es stets aktiv gekühlt - man hört also, dass es an ist. Die Lautstärke des Lüfters ist aber - wenn die CPU nicht viel zu tun hat - zu vernachlässigen, da es kaum über ein leichtes Summen hinaus geht. Wenn der Prozessor eine Aufgabe bekommt wird etwas mehr Betrieb gemacht und man hört die Luft deutlicher strömen - trotzdem beibt die Geräuschentwicklung auch dann in einem minimalen Rahmen, auch weil nie unschöne Frequenzen erkennbar sind. Da die Wärme nach hinten ausgeblasen wird, bemerkt man beim Desktopbetrieb keine Hitzeentwicklung. Von meinem Samsung war ich es gewohnt, dass Unterseite und der seitliche Luftauslass sehr heiß wurden - die Tasten warm. Bei diesem Packard Bell hingegen ist selbst bei anhaltendem Videorendering keine signifikante Erwärmung von Gehäuseteile bemerkbar.
In der von mir erworbenen Hardwareausstattung nennt sich das Gerät EasyNote LJ75 und beherbergt einen Intel Core i5-430 Prozessor. Die beiden
Kerne sind mit 2,26 GHz getaktet und verfügen über einen Turbo Boost. Wird nämlich nur ein Kern über Gebühr benötigt, taktet dieser auf 2,53GHz hoch. Der CPU stehen 4096 MB Arbeitsspeicher zur Seite, laut Windeows 7 HP 64bit sind davon 3,8GB verfügbar. Für einfachere Grafikaufgaben wurde in das Notebook eine GPU von ATI eingebaut. Es handelt sich um die Mobility Radeon HD 5470 - eine Mittelklasse DirectX 11 Karte, die mit ihren 512MB dediziertem Speicher auch für viele aktuelle Spiele in niedrigen Detailstufen reichen sollte. Der in der Core i5 CPU integriete Grafikkern kann nicht alternativ aktiviert werden, er liegt brach.
Der kleine Akku des Notebooks ist nicht weiter der Rede wert, reicht aber noch für zwei bis drei Stündchen Surfen (abhängig von der Displayhelligkeit). Energiehungrigere Applikationen wie HD-Video-schauen oder gar 3D-Spiele zocken dürften ohne Netzanschluss bereits nach deutlich unter einer Stunde vorbei sein. Auf der Unterseite des Laptops sehen wir neben dem Versteck für die Batterie noch diverse, mit Schräubchen gesicherte, Serviceschächte. Unter einem der
Deckel liegt ein noch leerer 2,5" Festplatteneinschub, weshalb ein Aufrüsten des Festspeichers so recht kostengünstig machbar sein dürfte.
Auf der, in meinem Fall, 320 GB großen Festplatte (ab Werk sind 280 GB frei) ist Windows 7 Home Premium in der 64bit Version vorinstalliert, die Original-Software liegt auf einer 12 GB Recoverypartition. Wie gewohnt sind im System eine Menge Testversionen verschiedenster Software vorinstalliert, die ich für meinen Teil erst einmal komplett entfernt habe. Dazu gehörte auch eine nun gelöschte 60-Tage-Version von Norton Security. Ich setze bei dieser meiner Neuanschaffung auf das kostenlose Antivirenprogramm von Microsoft selbst: Security Essentials. Es ist seit Mitte 2009 für Rechner mit Originalversionen von Windows XP und höher verfügbar und kann, darf man diversen Tests Glauben schenken, durchaus mit vielen kostenpflichtigen Wettbewerbern mithalten.
Wenn euch dieser kleine Exkurs über der Packard Bell EasyNote LJ75 gefallen hat und ihr Anmerkungen dazu habt würde ich mich über einen Kommentar freuen.